Stabdt

Cerreto di Spoleto


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GESCHICHTE
Aufgrund seiner strategischen Lage war das Dorf im Mittelalter Gegenstand heftiger Zwistigkeiten zwischen Spoleto und Norcia. Es gehörte lange Zeit zum Machtbereich des Herzogtums Spoleto und unterstand dann bis zur Gründung des Königreichs Italien dem Kirchenstaat.
KUNST, KULTUR, NATUR
Im historischen Ortskern, in dem noch Teile der mittelalterlichen Mauern und der Stadtturm erhalten sind, können interessante Kirchengebäude besichtigt werden, darunter das ehemalige Kloster S. Giacomo, gegründet zwischen dem 12. und 13. Jh. und heute wunderschön restauriert, in dem Fresken vom 14. bis 16. Jh. der umbrischen Schule zu sehen sind. Heute ist das Ex-Kloster Sitz des Gemeindegeschichtsarchivs und des Cedrav (Dokumentationszentrum für anthropologische Studien in der Valnerina und der umbrischen Apenninkette), das eine umfangreiche multimediale Dokumentation über die Volksbräuche und eine interessante Sammlung alter häuslicher Gegenstände und Arbeitsgeräte besitzt. Bemerkenswert sind auch die Renaissance-Kirche S. Maria De Libera mit wertvollen Fresken der umbrischen Schule und der Marken, die mittelalterliche Kirche S. Maria Annunziata, die ein Taufbecken in Form eines kleinen achteckigen Tempels (1546) und die „Madonna des Rosenkranzes" von Felice Damiani (1583) beherbergt, sowie die Kirche der Burg (12.Jh.) mit einem Fresko der Schule des Perugino. Entlang der Bundesstraße unterhalb des Dorfes liegt das attraktive Dörfchen Borgo Cerreto, in dem noch heute die Überreste der Mauern und der Verteidigungstürme zu sehen sind. In der im 13. Jh. mit gotischen Formen gebauten Kirche S. Lorenzo kann man eine „Kreuzigung" (Anfang 14. Jh.), eine „Thronende Madonna mit Heiligen" von 1507 und auf dem Hauptaltar das „Martyrium des hl. Lorenz" (Mitte 15. Jh.) besichtigen. Sehenswert ist in der Umgebung die Ortschaft Ponte mit der eindrucksvollen Kirche S. Maria Assunta, eine antike romanische Pieve, auf deren Fassade mit flachem Abschluss und doppelter Bogenreihe sich eine schöne Rosette öffnet. Nicht weit entfernt sollte man in der Nähe des Dorfes Ruscio den Wallfahrtsort Madonna della Stella besichtigen, eine antike Augustinereinsiedelei des 17. Jh. mit der Kirche und den Felsenzellen der Einsiedler.