Kunst in Umbrien

Castiglione del Lago, Paciano, Panicale

Eine Tour zu drei mittelalterlichen Ortschaften Umbriens Castiglione del Lago, Paciano, Panicale.

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Umbrien wird nicht vom Meer umspült, ist jedoch reich an Gewässern.

Eines dieser ist der Trasimener See, einer der größten Seen vulkanischen Ursprungs Italiens. Möchten Sie das Gebiet westlich des Sees kennenlernen, starten Sie eine Tour auf den Spuren der Orte dieses Gebiets.

Fahren Sie in Richtung von Castiglione del Lago: bei der Annäherung an den Ort sehen sie dessen Burg hoch über dem Wasserspiegel thronend. Castiglione del Lago erhebt sich auf einem Kap, das einst die vierte Insel des Sees bildete, die sich anschließend dank des Rückzugs des Seewassers mit dem Festland verband. Durchschreiten Sie die mittelalterlichen Stadtmauern und erreichen Sie sofort die Ortsmitte, die sich im höher gelegenen Teil befindet. Die Hauptstraße führt Sie zur Rocca del Leone, eines der interessantesten Beispiele von umbrischer Militärarchitektur des Mittelalters: 1247 errichtet, besitzt sie die Form eines unregelmäßigen Fünfecks, mit fünf Türmen und drei Eingängen, überragt von einem dreieckigen, fast 30 Meter hohen Zwinger. Treten Sie ein und folgen Sie dem Wehrgang, der ihnen eine fabelhafte Aussicht auf den See bietet, während der weitläufige Innenraum heute als Amphitheater für Vorstellungen genutzt wird. In Castiglione könne Sie in einem der zahlreichen Restaurants Halt machen, um köstliche Seefische zu kosten: der Barsch ist ausgezeichnet, ebenso die Schleie und die Forelle.

Verlassen Sie den See und fahren Sie ins Innere, Ihr Ziel ist Paciano. Paciano ist ein mittelalterlicher Ort, jedoch etruskisch-römischen Ursprungs: es wurde nämlich Castrum Paciani Veteris genannt. Durchschreiten Sie die mittelalterliche Stadtmauer und wenden Sie sich zum Hauptplatz des Ortes; besichtigen Sie dort das Rathaus, das auf das 14. Jahrhundert zurückgeht und den Baldeschi-Palast, den Sitz des Natur-Museums. Verlassen Sie den Platz und widmen Sie sich einem kleinen Rundgang durch die Kirchen: zu den wichtigsten gehören die Kirche von San Giuseppe und die Kirche der Madonna della Stella.

Die letzte Etappe der Tour ist Panicale, eine nicht weit von Paciano entfernte Ortschaft. Panicale ist ein perfekt in seinem mittelalterlichen Aufbau erhaltener mittelalterlicher Ort, der von einer Stadtmauer  mit 10 Türmen umringt ist.

Betritt man Panicale durch die Porta Perugina, gelangen Sie zum Palazzo del Podestà, dem Sitz der Masolino-Akademie   und dem höchsten Punkt der Stadt. Nun gehen Sie zum San-Michele-Platz hinunter und gelangen zur Stiftskirche Collegiata di San Michele Arcangelo, die im 17. Jahrhundert über einer romanischen Kirche errichtet wurde. Betreten Sie die Kirche und betrachten Sie die Christi Geburt, die 1519 von Giovan Battista Caporali ausgeführt wurde, und die Verkündigung von Masolino.  Die Tüllstickerei von Panicale ist ein typisches Erzeugnis des lokalen Handwerks und die wertvollsten Arbeiten sind in dem ihr gewidmeten Museum ausgestellt.