Vallo di Nera

Castello Vallo di Nera

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Die Gemeinde Vallo di Nera ist ein sehr malerischer Ort, der durch die dichte Vegetation, die ihn umgibt, noch beeindruckender wirkt.
Die Burg befindet sich auf einem Gipfel und thront über dem Fluss und dem Tal.
Viel von der mittelalterlichen Verteidigungsanlage, wie weite Strecken der Mauer oder das Tor mit seinem Rundbogen, das in das märchenhafte Dorf mit seinen engen Gassen und interessanten Sehenswürdigkeiten führt, ist noch intakt. Unter ihnen  befindet sich auch der hohen quadratischen Turm sowie die gotische Kirche des heiligen Franziskus.
Im Inneren der Kirche kann man die Apsis mit Fresken von Pietro di Cola da Camerino und Francesco Antonio (1383) bewundern. Weitere interessante Fresken von Cola di Pietro, wie die Processione dei Bianchi (Prozession der Weißen) und Pace (Frieden), im Jahr 1401 signiert und datiert, sowie interessante anonyme Fresken des 14. und 15. Jh., welche die Wände des Kirchenschiffs schmücken. Die Kirche bewahrt auch ein römisches Kreuz und weitere Fresken befinden sich in der Sakristei sowie im Kloster.
Im oberen Bereich der Burg befindet sich eine weitere interessante Kirche, die San Giovanni Battista (Johannes der Täufer) gewidmet ist und im 14. Jh. errichtet wurde.
In der Apsis befinden sich Fresken aus dem Jahr 1536 von Jacopo Siculo. Bemerkenswert ist auch ein hübscher Tabernakel für das heilige Öl aus dem Jahr 1504.
Im Zentrum der Burg befindet sich, heute noch erkennbar, das alte Gemeindehaus.
Die Festung wurde 1216, auf Wunsch von Spoleto, auf einer bereits bestehenden lombardischen Siedlung errichtet.
Im Jahr 1258 kam hier auch der König von Sizilien Manfredi di Svevia (Manfred von Hohenstaufen) vorbei, während im Jahr 1419 Braccio Fortebracci, auf seinem Weg nach Aquila, Gast in dieser Burg war.
Zu Beginn des 16. Jh. erfuhr sie viel Angriffe und Plünderungen von Seiten des Petrone di Vallo und Girolamo Brancaleoni. Im Jahr 1527 wurde die Burg von den von Sciarra Colonna II angeführten Landsknechten, die auch die Pest mit sich brachten, geplündert und teilweise zerstört. 
Wenige Jahre später hielt sich Pierluigi Farnese, bevor er in den Salzkrieg nach Perugia zog, mit 4000 Spaniern für längere Zeit hier auf. Im Jahr 1563 bekam Vallo seine kommunalen Satzungen und wurde 1928  schließlich unabhängig.