Spoleto

Der Heiligen Walds

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Die dichte Vegetation des „heiligen Walds" bedeckt den Monteluco (800 m ü.d.M.), den Hügel, den die großartige Brücke Ponte delle Torri mit der Stadt Spoleto verbindet


Die Jahrtausende alte Bedeutung des Walds wird durch den Namen selbst (lucus = heiliger Wald) und von den strengen Schutzbestimmungen der Lex Spoletina bezeugt: Erstes Beispiel von Forstbewirtschaftungsvorschriften, die aus Steininschriften des späten 3. Jh. n. Chr. bestehen, die in archaischem Latein gehalten sind, und die die Strafen für die Entweihung des Jupiter geweihten heiligen Walds festlegen.

Der heilige Wald von Monteluco ist gekennzeichnet durch das Vorkommen der immergrünen Steineiche, eine an einem so weit vom Meer oder von Seen entfernten Ort ziemlich seltene Pflanze, ideale Heimat für die großen Käfer, den grünen Specht, den Buntspecht, den Waldbaumläufer und den Kleiber.

Zahlreiche Einsiedeleien, Grotten, darunter die des Hl. Antonius von Padua können über den Wanderweg erreicht werden, der sich durch den Wald hinter dem Heiligtum des Hl. Franz (oder Franziskanische Einsiedelei) schlängelt.

Fährt man den Monteluco hinauf, trifft man auf die Kirche des Hl. Petrus, zu Beginn des 6.Jh. über einer antiken Villa errichtet, ein beispielhaftes Denkmal der umbrischen Romanik, und anschließend die romanische Kirche des Hl. Julianus, die im 13. Jh. an der Stelle eines Baus entstand, das auf das 7. Jh. zurückgeht und einem gleichnamigen Martyrer geweiht war. Steigt man noch höher, gelangt man zum Wallfahrtsort von Monteluco, eine Niederlassung der Franziskaner, deren Gründung an einem, zusammen mit einem der Hl. Katherina von Alexandrien geweihten Kirchlein, von den Benedektinern geschenktem Ort die Überlieferung Franziskus selbst zuschreibt.

Die französische Besetzung schaffte die Bruderschaft ab und zu Beginn des 19. Jh. gingen die Einsiedeleien endgültig in den Besitz von Privaten über, die sie in Villen für den Sommeraufenthalt umwandelten.

Unlängst ist der Wert des heiligen Walds von Monteluco erneut durch die Bestimmung als Gebiet gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß den EWG-Richtlinien bestätigt worden.