Stadt

Attigliano


Fremdenverkehrsamt
Piazza Augusto Vera - 05022 Amelia
info@iat.amelia.tr.it
GESCHICHTE
Der natürliche Flusslauf des Tibers begrenzt diese Zone etruskischen Ursprungs, an der schon primitive Bevölkerungen siedelten, wie die Funde von Grabkammern und Krypten in der Ortschaft Marziano Jana belegen. Im Jahr 933 kam Graf Offredo im Gefolge von Kaiser Otto III. aus Deutschland hierher und gründete das Dorf Alviano. Von ihm stammt die Familie der Alviano ab. Seine Nachfolger errichteten Attigliano, das schon im 11. Jh. ein befestigtes Dorf war und einen kleinen Flusshafen in der heute „Portovecchio" genannten Ortschaft hatte. Während der Feudalzeit und der Zeit der Signorien unterstand der Ort verschiedenen Herrschaften: Zuerst den Orsini und den Borghese, dann der Familie der Alviano. Nach verschiedenen Ereignissen wurde Attigliano im 15. Jh. dem Kirchenstaat einverleibt, der es bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) regierte.
KUNST, KULTUR, NATUR
Auf der Piazza della Rocca ragt der originale Uhrglockenturm empor: Mit seiner Einteilung in 12 Stunden und seinem einzigen Uhrzeiger stellt er eine Evolution der in 6 Stunden eingeteilten Uhr des 17. Jh. dar. Auf demselben Platz kann man den Brunnen der Delphine bewundern. Die Burg aus dem Spätmittelalter wurde von den Nachfolgern des Grafen Offredo errichtet. Die Festung war durch einen Graben und eine Zugbrücke, die den Zugang zur Burg ermöglichte, geschützt. Unter der Signoria von Bartolomeo di Alviano wurden die Türme gebaut und der fünfeckige Turm mit einer Schleudermaschine, genannt „Bombarde", ausgestattet. Die antike Burg wurde Mitte der 60er Jahre als einsturzgefährdet erklärt und abgerissen. Neben dem Burgturm stand früher der im 16. Jh. errichtete und unter der Herrschaft der Farnese ausgebaute Baronspalast, von dem heute nur noch wenige Spuren erkennbar sind. Interessant ist die moderne Pfarrkirche San Lorenzo Martire mit mehrfarbigen Verglasungen und einem ausgesprochen kunstvollen Bronzeportal. In der Umgebung kann man in der Ortschaft Marziano Jana die Überreste etruskischer Grabmäler und Krypten besichtigen. Vom Städtchen blickt man auf die natürliche Terrasse über dem Tibertal,  die ein malerisches und wunderschönes Panorama bietet..